Paranoia kreiert reale Geschäftsrisiken – Corona Risiko Management, wie geht das?

Paranoia kreiert reale Geschäftsrisiken – Corona Risiko Management, wie geht das?

Die Nerven waren schon vorher angespannt. Zuerst war nicht klar, wie es der Vertriebsmannschaft in Shanghai geht, dann kam die Frage der Rückkehr der Monteure nach Deutschland. Fehlende Container fürs Shipping sind absehbar und ob die Elektronikbausteine weiter pünktlich verfügbar sind bleibt offen. Was passiert, wenn im Unternehmen der erste Corona Fall auftritt? Steht dann alles still? Auf jeden Fall gehen die Krankenquoten hoch und die Produktivität runter. Primär gar nicht wegen des Virus, sondern vorsichtshalber schon wegen Erkältung, und vor allem weil die Mitarbeiter für Kinderbetreuung aufgrund geschlossener Schulen und Kindergärten keinen Ersatz finden. Von Fragen, wer trägt den Vertragsschaden bei höherer Gewalt, gar nicht zu reden. Auf jeden Fall wirkt alles gefährlich auf den Blutkreislauf des Unternehmens – eine enger werdende Liquidität.

Unternehmen sind auf Standardprozesse optimiert und nicht auf Sondersituationen. Ursachenwirkungsketten sind nicht gleich ersichtlich. Aber mit einer systematischen Analyse und Vorgehensweise können Deichbrüche in den nächsten Wochen und Monaten verhindert oder zumindest gemildert werden.

Im Rahmen des klassischen Risikomanagements können wir strukturiert nach Unternehmensbereichen vom Vertrieb bis zur Fertigung, vom Personal bis zu den Finanzen, spezifisch Risiken aus Folgewirkungen des Corona-Virus Eintrittswahrscheinlichkeiten zumindest abschätzen. Sind z.B. Shippingprobleme für unser Unternehmen aufgrund von weltweit blockierten Containern als selten, möglich oder häufig einzuschätzen. Genauso können wir mögliche Schadenpotentiale quantitativ abschätzen. Wird die Auswirkung gering, spürbar oder sogar bestandsgefährdend für unser Unternehmen sein? Diese Logik kann mittels einer Corona-Risiko-Matrix deutliche Brennpunkte aufzeigen und damit die Chancen einer erfolgreichen Eindämmung substantiell erhöhen.

Die nachstehende Grafik verdeutlicht das Vorgehen. Ohne eine systematische Bearbeitung dieser Risiken wird das Unternehmen aufgrund ständiger neuer „überraschender Probleme“ zum Spielball der sich anbahnenden Wirtschaftskrise. Präventionsfelder können so eindeutig identifiziert werden - hier am Beispiel eines Technologie-Unternehmens:

Im Rahmen eines passenden Risiko-Audits bis hin zu einem Risiko-Management-Büro oder auch einem Independent-Business-Review (IBR) für Unternehmen oder Tochtergesellschaften kann MT hier unterstützen. Ein kühler Kopf und klarer Verstand mit entschlossenem und vorausschauendem Handeln sind auch hier die Grundlage für ein erfolgreiches Steuern durch diese Krise.

Kühler Kopf und klarer Verstand
helfen in der Krise

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